Umsetzung der UN Nachhaltigkeitsziele „Agenda2030“

Ein Beitrag von unserer Gastautorin „Miranda“

Auf dem Klimagipfel im Jahr 2015 wurden 17 Nachhaltigkeitsziele beschlossen, die von der Weltgemeinschaft bis 2030 umgesetzt werden sollen. [1]

Beraten wird im Ausschuss für Arbeit und Soziales auf Antrag der Grünen die sofortige Umsetzung folgender Nachhaltigkeitsziele:

  1. Nachhaltigkeitsziel 1 – Keine Armut
  2. Nachhaltigkeitsziel 8 – Wirtschaft und menschenwürdige Arbeit
  3. Nachhaltigkeitsziel 10 – die Reduzierung der Ungleichheit innerhalb und zwischen den Staaten

Die frühzeitige Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Deutschland ist generell zu unterstützen.
Dabei muss man den Wandel der Gesellschaft im digitalen Zeitalter berücksichtigen, um nachhaltig die Ziele zu erreichen. Die Anträge der Grünen [2] als auch der von Koalitionsfraktionen CDU/SPD im Plenum eingebrachte Antrag [3] zeigen begrüßenswerte Ansätze, sind aber zu kurz gedacht.

Nachhaltigkeitsziel 1- Keine Armut

Die Sozialpiraten sehen das soziokulturellen Existenzminimum durch die derzeitige Sozialgesetzgebung nicht als gesichert an. Folge der derzeitigen Sozialpolitik ist die Verfestigung der Armut in der Gesellschaft. Wir wollen, dass die Leistungen nach dem SGB II und III angehoben und sanktionsfrei gewährt werden.[4]

In Deutschland lebt mittlerweile jedes 5te Kind in Armut. Zur Verringerung der Armutsgefährdung von Kindern und Sicherstellung der Chancengleichheit für alle Kinder setzen sich die Sozialpiraten innerparteilich als auch öffentlich für die Einführung einer Kindergrundsicherung ein, welches sich aus einem bedingungslosen Kindergrundeinkommen und einer ergänzenden Chancengleichheitsbeihilfe zusammensetzen soll.[5]

Langfristig streben die Sozialpiraten die Einführung eines Bedinungslosen Grundeinkommens für alle in Deutschland lebenden Menschen um an, um der Gefahr vor Armut entgegenzuwirken.

Nachhaltigkeitsziel 8 – Wirschaft und menschenwürdige Arbeit

Bestrebungen nach Vollbeschäftigung in Deutschland sind im digitalen Zeitalter und des Wandels der Arbeitswelt nicht mehr zeitgemäß. Bereits heute kann die Vermittlung vieler, auch sehr qualifizierter Menschen in ein Beschäftigungsverhältnis nicht erreicht werden.

Die sich durch die Digitalisierung der Arbeitsprozesse verändernde Arbeitswelt wollen wir für den Menschen seinen Ansprüchen entsprechend flexibler und sozial nachhaltiger gestalten. Dabei wird die Möglichkeit einer ständigen Fort- und Weiterbildung fester Bestandteil der neuen Arbeitswelt sein. In der existenziellen Absicherung durch ein Bedingungsloses Grundeinkommen, sehen die Sozialpiraten die Chance, dass sich die in Deutschland lebenden Menschen auch in Zukunft ohne Armutsängste ihren Talenten widmen und sich den neuen Herausforderungen unserer Gesellschaft stellen können.

Quellenangabe:
[1] http://www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/
[2] http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/060/1806045.pdf ; http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/060/1806054.pdf ; http://www.un.org/sustainabledevelopment/economic-growth/
[3] http://www.bundestag.de/presse/hib/201601/-/403904
[4] http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2013/Wahlprogramm#Abschaffung_der_Sanktionen_bei_Hartz_IV_.28.C2.A7.C2.A7_31.2C_32_SGB_II.2C_.C2.A7_39_a_SGB_XII.29
[5] https://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2016.1/Antragsportal/PP003