David Dorst: Sozialpiraten – wie man es nicht macht
Hier ein Gastbeitrag, damit alle ihn lesen können, nicht nur diejenigen, die auch einen G+Account haben. Link zum orignial-Post. Text CC0 1.0 by Klischeepunk
Ich fordere den sofortigen Rücktritt von Johannes Ponader aus dem Bundesvorstand der #Piratenpartei Deutschland.
Johannes Ponader oder ein anderer, wer ist egal, kam auf den grandiosen Trichter, das es ja toll wäre so ein “Grundeinkommen” selbst in die Hand zu nehmen. Leben von Spenden. Bei $jedem würde ich kaum etwas sagen. Betteln, Schnorren, whatev ist nichts, was ich für in irgendeiner Form unangebracht halte.
Dazu nicht unspannend: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ein-pirat-zieht-sich-zurueck-ich-gehe-mein-ruecktritt-vom-amt-11809930.html
Wovon reden wir? https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Johannesponader/Grundeinkommen
Die Art und Weise wie hier “Politik” gespielt wird ist nicht das was wir, wenn wir uns hinstellen und “Inhalte statt Köpfe” propagieren fördern sollten.
1. “Inhalte statt Köpfe” – wir verabschieden uns von einem Inhalt indem wir bewusst – und soviel Intelligenz trau ich dem Initiator durchaus zu – mit dem Begriff des Grundeinkommens kokettieren, in einer Form die das Grundeinkommen ad absurdum führt. Gleichzeitig setzen wir eine Figur in den Vordergrund, die diese Aktion in dieser Art überhaupt nur durch einen hohen Bekanntheitsgrad durchführen kann. 1000 Euro sind ne Ecke die erstmal monatlich von einem “niemand” erschnorrt werden müssen.
2. Die Sache Grundeinkommen/BGE
Wir wollen nach Beschluß in #Offenbings die rechnerische sowie soziale und damit auch kulturelle Möglichkeit eines BGE erörtern. In der Debatte müssen wir uns auf ein Modell einigen, wir müssen uns über die Höhe klar werden, wir müssen diskutieren wie sich die Löhne und Gehälter entwickeln und lauter solche Geschichten. Dabei wird hier ein Modell propagiert in der eine Person die es sich leisten kann – durch ihren Bekanntheitsgrad – daraus direkten Vorteil zieht. Erstmal keine Problematische Sache, letztendlich ziehen wir alle Vorteile aus den Dingen die uns zur Verfügung stehen – ein Gehalt ist nichts anderes. Aber wir befinden uns hier in einer sozialpolitischen Debatte in der eine Möglichkeit genutzt wird die anderen auf diese Art in keinster Weise zur Verfügung steht. Die Aussage hierbei ist notwendigerweise “ich bin was besseres, als du gemeiner Hartz4ler der auf das Arbeitsamt angewiesen ist und sich nicht einfach eine Auszeit nehmen kann, und die Schickanen über sich ergehen lassen muss, während ich, als der bessere und wichtigere Sozialfall einfach selber organisier und mich dabei außen rumdrück.”
3. Soziale Bewegungen
Soziale Bewegungen müssen davon Leben, das man ein gemeinsam schafft. Hier etwas vorzuleben, was für den Durchschnitt eine völlig absurde Utopie ist, solange sich Grundsätzlich keine Veränderung einstellt ist nicht nur Kontraproduktiv sondern gefährlich. Nehmen wir an, wir übernehmen das Ponadermodell, weil es ja so gut klappt:
3.1. Wir brauchen kein Arbeitsamt mehr, die Leute fühlen sich eh nur gegängelt
3.2. Jeder kann für sich selbst aufkommen, er muss es nur richtig anstellen – Im Zweifelsfall durch spenden
3.3 Tja, Pech gehabt, wenn du’s nicht schaffst dein Problem, ab in die Gosse
Hier wird demonstriert wie man ein notwendiges System zerstört. Nicht, dass das System gut wäre wie es ist und nicht das wir es nicht von Grundauf neu erfinden müssten, aber nicht mit der hier gesendeten Botschaft.
Inhaltlich:
Es soll gegen die in den Vordergrund geschobenen persönlichen Umstände gegen Ponader etwas unternommen werden.
Eine Person die sich für das BGE einsetzt wird von anderen Gestützt um den Medienfokus zu verschieben. Wie kann man es den Medien einfacher machen zu sagen “und hier guck wie du von deinen Gönnern abhängig bist.”? Sollte man ihnen noch die Texte vorschreiben?
Der persönlichen Umstände rücken so weiter in den Fokus, und werden berechtigterweise zerlegt.
Johannes Ponader stellt Bedingungen an die Aktion, statt ihr einen Riegel vorzuschieben.
Das Level Bedürftigkeit, das in der Eingangsbegründung in den Vordergrund gestellt wird, wird von Ponader selbst negiert indem er die Forderungen diktiert, unabhängig davon wie sinnvoll sie sind.
Forderungen:
1. Nicht mehr als 1000 Eur
Legitime Höhe, kann man kaum etwas dagegen sagen. Aber wir sollten dabei um wieder auf die Umstände zurückzugreifen & bedenken was für ein Luxus es ist, sich selbst die Höhe (die vermutlich erreicht werden wird) der Unterstützung reglementieren zu können. Das Signal ist nicht was es sein könnte: “Als Bedürftige müsst ihr nicht alles akzeptieren” (das war die Aktion gegenüber dem Amt durchaus) sondern mehr: Haltet eure Fans im Zaum, sonst schwimmt ihr plötzlich im Geld. Nicht bedacht wird auch hierbei, das man sich diese Aussage erstmal leisten können muss.
2. Selbstverpflichtung das Einkommen selbst zu erreichen
Auch hier erstmal ein guter Gedanke. Hierbei werden allerdings Mittel Gebunden die Ansonsten einem anderen Zweck zufließen könnten. Offensichtlich herrscht bei den Spendern ein Überfluss, den sie bereit wären der Piratenpartei zu spenden. Entgegen der Aussage dass hierbei Ressourcen freigesetzt werden, zeigt sich, das finanzielle Mittel vorgehalten werden müssen, anstatt freigesetzt zu werden und die betreffende Person erst später zusätzliche Ressourcen generieren kann (optional). Am momentanen Status ändert sich also absolut gar nichts, außer dass ein negativer Zeitfaktor und ggf. ein negativer finanzieller Faktor ins Spiel kommt.
3. Transparenz
Hier keine Einwände meinerseits.
“Es gibt keine Debatte “Der politische Geschäftsführer bettelt um Geld”. Wir schätzen die Arbeit von Johannes und wir vertrauen ihm. Wer sich beteiligen möchte, macht mit. Wer nicht, lässt es.”
Genau diese Debatte sollte es aber Geben, aus IHR kann man die oben genannten Ziele Gestalten. Mehr ist zu dem Satz schlicht nicht zu sagen.
Abschließend bleiben nur 2 für mich mögliche Erklärungen:
Entweder wurde zuwenig nachgedacht und nicht erkannt welche Signale durch diese Art der Umsetzung eines #Grundeinkommen gesetzt werden ODER aber und dann wäre ich Endgültig enttäuscht, es wird bewusst darauf gebaut, dass der Bekanntheitsgrad schon seinen Teil tun wird. Eine Vorteilsname aus der Position und Kontraproduktiv in der Sache. Das ist in meinen Augen ein Weg den man auch durch intransparentes Köfferchengeschiebe erreichen könnte. Nur das man da noch mit dem Strafrecht Probleme bekommen könnte.
Es steht hierbei natürlich jedem frei trotzdem zu spenden, das ist die Entscheidung eines jeden einzelnen. Ihr könnt die Aktion auch toll finden, ist mir recht. Aber sowohl ihr als auch Johannes Ponader sollten sich ganz genau überlegen was da gerade getan wird.
Um zum Ausgang zurück zu kommen: Ponader hätte dem ganzen von der ersten Sekunde einen Riegel vorschieben müssen (imho) oder muss durch Rücktritt die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Rücktritt? “Die Aktion wird fortgesetzt, solange Johannes Ponader sein Amt als politischer Geschäftsführer der Piratenpartei inne hat.”
My 2 Cents
Ich kann deine Kritik teilweise nachvollziehen, allerdings sehe ich darin keinen so grundlegenden “Sündenfall”. Auch wenn die Initiatioren dass zwar auf eine BGE-Schiene bringen (wollen), ist es das imho nicht. Denn es geht hier um Spenden von Privatpiraten und nicht um ein Sozialleistung des Staates.
Meinetwegen kann man auch über die Bedingungen streiten, aber ein ganz wesentlicher Punkt fehlt mir in deinen Ausführungen:
Johannes ist erst durch sein Amt, in der dass von Piraten gewählt wurde, in die Lage gekommen dass sowohl die ARGE als auch Medien mit ihm mehr als rüde umgesprungen sind. Ich erwarte nicht von ihm, dass er diesen Kampf heldenhaft auf seine Kosten ausficht und sein Recht auf politische Aktivität durchsetzt. Dafür ist er nicht gewählt und auch nicht zuständig.
Seinen “Rücktritt vom Amt” fand ich völlig nachvollziehbar. Die Spendenaktion für Johannes war und ist eine Reaktion darauf, dass er ein Einkommen braucht, ohne dass letztlich die Erwartungshaltung der ARGE übernommen wird (jeder Job ist zumutbar, hauptsache es kommt Geld dabei rum).
Ideal wäre es wenn die Partei sich Aufwandsentschädigungen für alle Vorstandsmitglieder leisten könnte. Kann sie aber nicht, jedenfalls noch nicht.
Insofern finde ich die Aktion zwar nicht supertoll und alles andere als ideal, aber pragmatisch und in diesem speziellen Fall auch sinnvoll. Wobei ich mir wünsche, dass es nicht als BGE-Testfall da steht. Ist es nämlich nicht. Und eine Debatte ist natürlich notwendig, da gebe ich dir auch vollkommen recht.
Ich finde die Aktion aber zumindest so sinnvoll, dass ich mich daran beteiligen werde. Und mir ist es dabei auch egal ob Johannes das Geld ausgibt, verbrennt oder an die Partei spendet. Denn ist kein Geld was ich an die Partei weniger spenden würde.
Hi Spinni,
Würde das ganze Privat ablaufen und keine “Versorgung eines ‘besser Hartz4 lers’” wäre hätte ich nichts geschrieben, wie gesagt, schnorren seh ich nicht als Problem – oder leben von Spenden.
Um den Auslöser geht es mir hier nicht. Natürlich wird er in der Öffentlichkeit ein “genauer beobachteter Fall” – wobei man das glauben kann oder eben auch nicht. Die Frage ist wie geht man damit um.
Seinen Rücktritt vom Amt finde ich auch hervorragend. Eine wirklich super Aktion für die er Respekt verdient hat, wenn daran eine Organisation der Erwerbslosen angeknüpft worden wäre, mit “Hilfe zur Selbsthilfe” oder so… thumbs up. Angeknüpft wird aber: Ich hol mir was ich kann. Der nächste Fail – leider.
Beim Rest bin ich mir einig mit dir – abgesehen von deinem letzten Satz den ich schlicht nicht ganz schnall
Cheers Dave
Hi Dave,
du schriebst, du schnallst meinen letzten Satz. Der zielte auf die Aussagen im Text “Offensichtlich herrscht bei den Spendern ein Überfluss, den sie bereit wären der Piratenpartei zu spenden.” Das ist eine Annahme, aber auch nicht. Ich meinte, dass ich Johannes unterstützen werde, aber dass das weder dazu führt, dass ich an die Partei weniger gebe bzw. mehr geben würde, wenn Johannes nicht wäre (zu viele Konjunktive…)
Ich halte den Auslöser in diesem Fall für sehr wichtig und finde es sehr schwierig, die Aktion davon losgelöst zu betrachten.
Aber schön, dass wir uns sonst einig sind
Gruß
Spinni
Ich finde die Aktion sehr grenzwertig. Wenn Johannes viel für die Piraten tut und viel Zeit aufwendet dann sollten wir als Piraten GEMEINSAM nach einem Weg suchen ihm ein adäquates Einkommen zu zahlen als Partei. Wenn ein solcher Konsens aus den unterschiedlichsten Gründen nicht herbeigeführt werden kann muss Johannes seine privates Überleben -wie jeder andere auch- auf den gängigen Wegen sichern (Bei allem Verständnis für die Solidarität derer die diese Aktion ins Leben gerufen haben und/oder sie unterstützen). Das er nach seiner Wahl als PolGF in den Focus der Behörden kommen wird hätte ihm vor der Wahl klar sein müssen. Hieraus eine Bringschuld der Parteimitglieder Johannes gegenüber zu konstruieren ist Unsinn. Wenn er gut ist, wir ihn brauchen und es nicht anders geht sollten wir ihn ganz normal bezahlen. Punkt.
Der Sonderweg der hier gegangen wird um einem einzelnen Amtsträger des BuVo per Spenden das tägliche Überleben zu sichern bzw. sein Einkommen per Spenden aufzustocken halte ich für grundfalsch. Abgesehen davon hat ein PolGF der sich auf diese Weise über Wasser halten muss nicht die Stärke und Durchsetzungskraft die ich mir von einem Mitglied des Bundesvorstandes erwarte. Er wird geschwächt dadurch, muss sich in den Medien ständig rechtfertigen und so weiter. Ich würde mir das an seiner Stelle nicht antun wollen. Spenden sind eine tolle Sache für alle möglichen Dinge einer politischen Partei, aber nicht für einzelne Privatpersonen, noch weniger wenn diese im BuVo Verantwortung tragen.
Diese Aktion mit dem Gedanken BGE zu vermischen ist eine zusätzliche Vermengung die nicht im Sinne der Parteibasis sein kann. Ich stimme daher zu und fordere Johannes auf diese Sache zu beenden. Einen Rücktritt deswegen würde ich nicht gleich fordern, Johannes selbst muss wissen wie er das handelt. Wenn er bleibt dann setzt euch bitte im BuVo zusammen und erarbeitet ein Konzept wie unser PolGF bezahlt werden kann um ihn aus der Ziellinie der Medien zu nehmen, die sicher schon genüsslich ihre Stifte wetzen…
Bernie, betr Forderung einer v d Piratenpartei bez Stelle für Herrn Ponader : ich stimme Dir voll zu – erstens ist es keine gute Werbung, weder für J. Ponader u noch weniger für seine Partei, wenn sie letztlich nicht in der Lage ist, einem guten, vertrauenswürdigen Mitarbeiter, in diesem Fall Bundesgeschführer, zumindest einen Mindestlohn zu zahlen. Es sollte parteiliche Kollektivbeschlüsse geben bezügl Einheitslöhne bzw E-Aufwandsentschädigungen für alle als notwend anerkannten Ämter auf Bundesebene.
Es ist n i c h t in unserem Sinne – ich spreche hier für unsere Landes B I u für viele weitere bGE Basisinis – eine private Spenden-/Sponsorenaktion als Grundeinkommensmodell auszugeben. Grundeinkmodelle müssen über Steuern finanziert werden. Wenn weder Staat/ d h staatl Förderung noch Partei greifen und Notsituationen entstehen, kann es in Parteien sinnvoll sein, eine stille Reserve zu haben, eine Notkasse in Form eines Rücklagenfonds, um einzelnen in Not geratenen Menschen zu helfen. Dies sollte aber NIE zur Regel werden – die Priorität muss anders liegen. Ausserdem ist es – das Ponader-Unterstützungsmodell schlägt es auch vor – extrem wichtig, dass die Hilfeleistung freiwillig und der Appell als solcher offen debattierbar bleibt – u dass sowohl Rahmenbedingungen als auch der gesamte Vorgang ( Rückflussmodi von Spenden sowohl v Ponader an die Partei, als auch Einmalzahlungen/regelm Spenden an Ponader ) dokumentiert u transparent gemacht wird, also für alle einsehbar. I c h erkenne – nach Lesen diverser Presseartikel über den Vorfall Ponader und als Zuschauerin bei seinen TV-Interviews – dass Johannes durchaus willens ist, als Gegenleistung für aufstockende fin Unterstützung, egal woher sie kommt, seinen gesellsch Beitrag an (Lohn-)Arbeit zu leisten.
Er hat eine ordentl Ausbildung durchlaufen – drum sollte es ihm doch möglich sein, eine entsprechende Arbeit in unserem Lande zu finden, oder ? Worauf wartet ihr, Herr/Frau Arbeitgeber/in ? Wie war das mit der Wertschätzung von Arbeit ?
Kurze Anmerkung: Wir posten auch kritische Kommentare.
Bitte passt nur auf, dass die Artikel richtig angelegt werden (Bild eingefügt, Name im Titel)
Persönlicher Kommentar: Finde den Artikel richtig kontraproduktiv.
Die Partei arbeitet sich die Finger wund um das Wahlprogramm zu ergänzen und damit es den Menschen in unserem Land besser geht (Wirgehenmit.org). Und eine Minderheit hat nur Dummes-Zeug im Kopf.
Liebe Grüße
Thomas
Bitte auch den richtigen Namen nennen, wurde nicht von mir verfasst, ich bin nur derjenige, der ihn online gestellt hat! -> Name berichtigt
Hallo, kein Thema
Ich wurde leider nicht vorher informiert, was hier passiert.
Ich editiere gleich noch einmal den Artikel. Scheinbar ist das Titelbild im Text gelandet.
Liebe Grüße
Thomas
Hui ich muss das erst einmal *verdauen* – mir fehlen die Worte…..
Zuerst einmal möchte ich einfach auch dem Johannes nur die besten Absichten bei der Aktion unterstellen, auch wenn sie mir nur aus Twitter, Bild.de und FAZ.de und halt hier bekannt ist – nicht aus der Sicht von Johannes! (Mensch welcher Teufel hat dich da bloß geritten)
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Gehen wir einmal zurück auf *Anfang*. Ich fand das der gewollt provokative Auftritt von dem Johannes damals da beim Jauch ja wohl durchaus gut gemeint gewesen ist, aber selbst der ging schon wie man so salopp sagt reichlich *nach hinten los*. Es wurde nicht eine breite, öffentliche Diskussion über Hartz-IV und bGE entfacht, wie wohl erhofft und auch nicht viele neue PIRATEN-Mitglieder generiert sondern eher das genaue Gegenteil wurde erreicht. Es wurde wieder mehr über uns PIRATEN als Kasperle-Truppe und Diletantenstadle gespottet und rief dann ja sogar den eher sehr, rechtskonservativen Vorständler der Arbeitsargentur dermaßen auf den Plan, dass er in mehrfach illegaler Weise gegen den Johannes agiert hat.
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Nun hätte ich gedacht – OK shit happens, die Aktion ist dann eben nicht so verlaufen wie erhofft. Schwamm drüber und gegen das Fehlverhalten von dem Alt hätte ich erwartet, dass sowohl der Johannes als Mensch und Hartz-IV-*Opfer* alle rechtlichen Mittel einlegt, als auch die PIRATENPARTEI als *Arbeitgeber* von Johannes sofern die mir bekannten Aussagen stimmen, dass der Alt beim Bernd Schlömer gegen Johannes interveniert hat etc.. Auch alle Rechtsmittel gegen die ARGE usw. hätte der Johannes ausschöpfen und medienwirksam bringen müssen und nicht *den Schwanz einziehen* (entschuldigt diesen Ausdruck) und kleinlaut sagen, *dann vesorge ich mich eben selbst…* weil genau das schon das ABSOLUT FALSCHE SIGNAL war! Das zeigte allen Hartz-IV Befürwortern und rechtsaußen wie dem Alt ja, dass man nur genug Druck machen muss und schon hat man keine *Hilfsbedürftigen* mehr, weil ja alles nur Scheinarme, Schnorrer und Faulpelze sind!! Alleine DAS ist ja schon ein absolut kontraproduktives Signal, aber es schädigt darüberhinaus auch den Ruf, und das Ansehen der PIRATENPARTEI und kostet viel Akzeptanz in der Bevölkerung und es zerstört auch teilweise zarte Pflänzen von einer gewissen Akzeptanz in den *Mainstream-Medien* als ernstzunehmender Gespächspartner (naja).
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Aber auch da hätte man nun sagen können – OK SHIT happens… Schwamm drüber da wächst Gras drüber, übermorgen redet da keiner mehr drüber….
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… ja aber nun DAS….. – Mano Johannes welcher Teufel hat dich da bloss wieder geritten!?!?
Das topt das bisherige in Allem was ich oben bereits geschrieben habe, aber es kommen nun auch noch ganz andere Spähren hinzu…. wie kann eine Partei nun noch glaubhaft für Tansparenz und gegen Lobbyismus kämpfen, wenn ein Mitglied des Bundesvorstandes sich nun hinstellt und sagt er lasse sich nun ganz bewusst nur noch von SEINER Lobby aushalten?!? Das ist ja ein beidseitiges *Geben und Nehmen*.. na ich muss das nicht vertiefen. Jedenfalls hat das der PARTEI auf sicher eneut viel Schaden zugefügt.
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Johannes, Johannes ich hoffe du siehst es so wie ich es meinte, nähmlich als eine Kritik an der Aktion und nicht als eine Kritik gegen dich als Person! Ich denke ja, dass ich verstehe welche Beweggründe es gab, aber warum habt ihr das dann nicht anders gelöst, obwohl es immer noch wenn nicht genauso schlimm oder schlimmer gewesen wäre.. na aber wieso habt ihr es dann nicht so gelöst, das die PIRATENPARTEI einen *ANONYMEN* Spendenfond gegründet (also so das dem Empfänger der Spender nicht bekannt ist und das der Spender nicht weiß wer sein Geld bekommt – Spendenquittung OK). Einen Spendenfond aus dem ALLE Bundesvorstandmitglieder eine gewisse Summe monatlich erhalten (können), aber auch Spenden können falls genug Einkommen und Willen vorhanden ist!? Hätte das nicht eine sauberere, bessere, weniger PARTEISCHÄDLICHE Lösung gebracht!?
Und ich als Freiberufler, der wegen *BURN-OUT* nun leider auch auf *Hartz-IV* angewiesen ist und von € 800,- dahinüberleben muss und mir es nicht leisten kann so aktiv in der Partei zu sein wie ich eigentlich wollen würde, aber leider KEINE *Sponsoren* habe und auch keine wöchentlichen Kolumnen in der FAZ etc. so das mir € 1.000;- ++ als Grundsicherung sanktionsfrei zur Verfügung stehen – ich sogar immer *Anonym* bleiben muss, damit ich nicht auch vom Amt *gemobbt* werde, ja ich emfinde es doppelt schlimm was du mit dieser Aktion nun losgetreten hast. Ich könnte noch lange weiterschreiben.
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Nochmals ausdrücklich, ich schreibe nicht gegen den Johannes als Mensch und auch nicht als Johannes den PIRATEN und auch nicht gegen Johannes als BUVM, aber wie kommen wir nun aus der Nummer wieder raus ohne das es nochmehr Schaden anrichtet – ein Rücktritt ist sicherlich nicht die Lösung!?
Ein besorgter BasisPIRAT
P.S: ich werde das auch persönlich so an den Johannes in seinem SolidFeedback posten.
@FREAKSHOW
Ich hätte nicht gedacht, dass die menschliche Solidarität, die sich hier unter Piraten gegenüber Johannes zeigt, gleichzeitig solche Wellen unter den Piraten schlägt.
Erst einmal: Nicht Johannes hat diese Aktion ins Leben gerufen. Mehrere Piraten hatten parallel die Idee Johannes durch Spenden zu unterstützen, weil sie ihn für den richtigen im Amt des PolGF halten.
Ich war bzw. bin, auch einer dieser Piraten, wenn ich auch nicht an dieser Wiki-Seite mit gebastelt habe und die anderen Initiatoren überhaupt nicht persönlich kenne.
Johannes setzt sich schon sehr lange für ein Grundeinkommen ein und ich finde es deshalb auch nicht falsch zu sagen “Wir spenden Johannes für seine Amtszeit ein Grundeinkommen.”, weil es “bildlich” gemeint ist.
Dass das nichts mit den bereits entwickelten oder noch zu entwickelnden Modellen zu tun hat, wissen auch die Menschen in diesem Land. Ganz so dumm sind sie nun auch nicht.
Ich bin auch nicht der Meinung, dass die Aktion den Piraten schadet und halte es für sehr viel sinnvoller, dass man offen sehen kann, wer etwas spendet. Anonym in einen großen Topf könnte den Eindruck erwecken, dass da ein großer Sponsor ist, der dann Erwartungen an Johannes hegt.
Jeder kann aber sehen, dass hier ganz viele Piraten oder einfach Menschen bereit sind für einige Monate einen kleinen Teil ihres eigenen Einkommens zu spenden, damit Johannes das tun kann, was wir alle von ihm erwarten: Ein guter PolGF sein, der unsere Ideen und die menschlichen Werte, die wir damit verbinden, kommuniziert und uns allen hilft weiter programmatische Arbeit zu leisten und dabei zusammenzuarbeiten.
Ich antworte gerade Dir auf Deinen Beitrag, weil ich Dir sagen möchte, dass es mir leid tut, dass Du einen Burn out erlitten hast und Deinen Lebensunterhalt nun vorübergehend aufstocken musst. Ich wünsche Dir baldige Besserung.
Das, was wir hier alle tun und dazu gehört auch die Solidaritätsaktion für Johannes, tun wir doch auch für Dich und die vielen anderen Menschen, die die demütigenden Zustände in ALG II, ob nun ganz oder aufstockend, ertragen müssen und sich dann nur anonym zu Wort melden, weil sie Angst vor Repressionen haben.
Das sind Zustände, die wir kritisieren sollten und nicht eine Solidaritätsaktion gegenüber einem Piraten.
Aus Deinen Zeilen las ich aber auch so ein ganz klein wenig Neid-Debatte (bitte nicht übel nehmen, Du kannst nichts dafür, so ist es schon in der gesamten Gesellschaft und ja politisch bisher auch so gewollt und beeinflusst).
Zitat: “Und ich als Freiberufler, der wegen *BURN-OUT* nun leider auch auf *Hartz-IV* angewiesen ist und von € 800,- dahinüberleben muss und mir es nicht leisten kann so aktiv in der Partei zu sein wie ich eigentlich wollen würde, aber leider KEINE *Sponsoren* habe und auch keine wöchentlichen Kolumnen in der FAZ etc. so das mir € 1.000;- ++ als Grundsicherung sanktionsfrei zur Verfügung stehen ”
Wenn Du Freiberufler bist, dann ist Dir sicher klar, dass Johannes, wenn er nicht mehr zum Amt geht, voll für seine Krankenversicherung aufkommen muss und er somit nicht mehr zur Verfügung hat als Du. (z.B. freiwillige Weiterversicherung in der GKV ca. 340 € monatlich)
Mehr als 1.000 € Unterstützung durch Spenden wird er nicht annehmen und das auch nur, wenn er seinen Lebensunterhalt nicht vielleicht doch durch Honorare selbst bestreiten kann.
Alles was über diese 1.000 € hinausgeht, fließt als Spenden der Partei zu.
Ich finde die Menschen dort draußen in unserem Land die hoffen, dass sich Politik wieder mehr am Menschen orientiert, dürfen ruhig wissen, dass wir Piraten Menschen sind, die gegenüber ihren Mitmenschen Solidarität zeigen.
Also vielleicht kommt Ihr alle mal wieder auf den Boden zurück. Wir sind angetreten um Politik zu verändern, transparenter und menschlicher zu sein als etablierte Parteien. Politik zum Anfassen, zum Mitmachen und für Menschen.
Jetzt wird hier diskutiert, weil wir uns genauso zeigen, weil wir menschlich sind und das offen kommunizieren.
Wie war das irgendwo in enem der Beiträge: “Kasperle Partei”?
Ich weiß gerade nicht wer das geschrieben hat, aber ich bin tausendmal lieber in einer transparenten und menschlichen Kasperle Partei, als in einer etablierten Partei, die die Bürger dieses Landes permanent zum dummen Kasperle stempelt.
Wenn wir hier von tatsächlicher Solidarität sprechen, wenn wir hier von Politik sprechen, wo ist der Topf für die anderen 39999 Piraten? Und nun erklärt mir wieso das nicht geht, oder wieso es gerade ponader erwischt und inwiefern er sich von denen unterscheidet die nicht polGF sind.
@Klischeepunk:
also da könnte man dir nun *neid* unterstellen, aber ich verstehe schon das du ja auf die Solidarität anspielst – gleiches Recht für alle. Und das es nun gerade den Johannes betrifft… das macht es ja eben so *kritisch*, eben weil er ja besonders im Focus steht – seine Situation, ich habe da die Maischgberger am 21. praktisch schon vor Augen und in den Ohren wie sie deshalb auf den (armen) Johannes losgeht und die Sendung wegen der Aktion jetzt wieder nur zur Hetzjagt wird und nicht zum Podium für sinnvolle Parteiarbeit, wobei das bei der Maischberger ja auch eher selten bis nie zu finden ist.
Das Argument mit dem *anonymen*-Spendenfond aus dem die BUVs monatlich eben zB € 1..000,- bekommen KÖNNEN sofern sie Bedarf haben, würde eher die Diskussion auf ungewollte, intransparente Lobbyspenden – Sponsoring führen und somit den BUV *käuflich* erscheinen lassen kann ich bedingt nachvollziehen und es war ja auch nur so ein Spontan-Gegenvorschlag von mir. über den ich aber auch noch weiter diskutieren könnte. Eine andere Möglichkeit wäre eine Spende über die Mitgliedbeiträge also Beitrag +Spende ausdrücklich für den BUV-Topf aller zahlenden Mitglieder oder ein erneuter Antrag auf dem nächsten BPT doch einen Topf aus Beitragsmitteln für die finanzielle Unterstützung ALLER BUVs bei Bedarf bereitzustellen.
“also da könnte man dir nun *neid* unterstellen, ”
Sorry, wenn ich da gerade bei dir einhake, als der einzige kommentierende der sieht, dass die Intention dessen was als Neid gedeutet werden kann, keiner ist
Trotzdem will ich zu diesem Neid etwas sagen. Der Neid ist in dieser Debatte zu nem absoluten BuzzWord verkommen. Natürlich weil es ihn häufig gibt oder er offensichtlich scheint in nahezu jeder sozialen Debatte. (Bspw. Ich will aber nicht, dass Arbeitslose was kriegen, ich geh ja auch Arbeiten). Es ist ein BuzzWord mit dem wir auf alles draufhauen können. “Nicht neid” lässt sich bei einer Diskussion um Geld einfach nicht beweisen. Es geht immer (notwendigerweise, da die Mittel begrenzt sind) um das “jemand hat mehr, ein anderer weniger, das muss aufgebrochen werden”. Kurzum: Ich kann es als Neid hinstellen, immer, in jedem Fall.
Aber wie du richtig erkennst, geht es nicht darum, das Johannes Ponader Geld bekommt “ohne das er arbeiten gehen muss”. Es geht um den Kopf Ansatz. Jeder andere Pirat könnte das nicht ohne weiteres leisten. Ihm fehlt die Bekanntheit. Punkt, that’s it. Ponader kann sie nutzen.
Wären wir in der FDP würd ich die schultern zucken und sagen “das ist der freie Markt, der eine kriegt, der andere krepiert, who cares”. Aber das wir hier mit den Begriffen des Gruneinkommens kokettieren und das ganze als Feldstudie anführen (siehe Wikiseite) lässt mich doch mehrfach schlucken.
Wenn wir einen Vorstand bezahlen wollen, dann sollten wir das verdammt nochmal auch genau so nennen. Wenn wir das nicht wollen, sollten wir von solchen Aktionen absehen und ihnen schon gar keinen sozialen Anstrich geben. Der soziale Anstrich entsteht wenn wir uns um Leute kümmern, die selbst nicht in der Lage sind sich zu versorgen. Daher die Frage: Wo ist das Grundeinkommen der anderen Piraten? Ich kenne ihre Einkommensverhältnisse nicht – und sie interessieren mich auch nicht. Wozu auch? Ist deren Bier. Ponaders Verhältnisse kenn ich. Bewegt mich das zum spenden? Dann ist es die Bekanntheit, nicht meine soziale Ader, sonst wäre mir das Ziel egal und ich hätte einen Pott “verarmte Piraten”, “Existenzminimum Piraten”, “piratiges Grundeinkommen” oder sowas ins Leben gerufen, von dem alle unter gleichen Bedingungen abschöpfen können.
Was hier geschieht ist kein Politikum, sondern lediglich das was passiert, wenn ich nem Penner nen Euro geb. Ich bin nett zu jemand. Das steht jedem frei, aber das als Politikum zu verkaufen und zu propagieren ist verlogen. (Auch der Penner hat das Pech, das er keine Masse an Piraten hinter sich hat, die ihn mal eben mit nem tausender im Monat versorgen – weg vom solidarischen Gedanken, hin zum Lohn)
Um die Neiddebatte mal umzudrehen: Wieviele Piraten können nicht so aktiv sein, wie sie gerne wären, da sie einem Job nachgehen, da sie am Amt hängen und Termine wahr nehmen müssen und sich gängeln lassen müssen, da sie in andere Projekte eingebunden sind und sich so finanzieren. Hätten die es schlechter gemacht als Ponader? Sind sie unwichtiger als Ponader? Wissen wie weniger? Können sie weniger? Sind sie weniger Wert? Wo ist hier der solidarische Gedanke? Warum ein Modell Ponader und kein Modell Piraten? Oder Menschen? Dann kämen wir dem was wir zu exerzieren versuchen, das was wir vorgeben zu tun, das was behauptet wird zu gestalten näher. Wenn sich eine Masse Personen zusammen tut und beschließt wir versorgen andere Bedingungslos. DANN haben wir ein Politikum geschaffen und nicht nur einen persönlichen Günstling nach vorn geschoben. DANN grenzen wir uns von der Aktenkofferpolitik ab.
Das Thema BuVor Bezahlung seh ich auf einem anderen Blatt. Das wird hier zwar praktiziert, aber wir wollen es ja nicht so nennen, sondern tun so als wäre es politisch. Und wir tun so als wäre es sozial. Und das ist verlogen, unehrlich und pures ausnutzen von Prestige. – Das ist Politik 1.0
Ich will die Leistungen von Ponader übrigens nicht schmälern, ich neide ihm auch nicht sein letztes Hemd oder seine Schuhe (ich trag lieber Stiefel und Shirts ^^), es ist mir auch egal ob man ihn versorgen will, kam durchaus in einigen Kulturen vor und kommt ja auch heute noch vor, aber das als politischen, sozialen Akt darzustellen oder zur Beweisführung von irgendwas heranzuziehen ist ein politischer SuperGAU.
@Ria: THX für die Genesungswünsche.
Ich finde es immer schade, das sich aus einem langen Beitrag dann nur ein oder zwei Zeilen herausgegriffen werden auf denen dann *rumgeritten* wird. Das ich mit aktuell € 800,– und eben keinen zusätzlichen Einnahmen – die ich dann ja auch nicht haben/behalten dürfte durch zB. wöchentliche Kolumnen und/oder ähnliches, war von mir aus nicht irgendwie *neidisch* gegen die gemeint sein, die es haben, sondern sollte zum einen die € 1.000,- für den Johannes relativieren und zum anderen nur meinen persönlichen Unmut zu Ausdruck bringen, dass ich aufgrund dessen leider nicht mehr *Teilhabe* haben kann-Unmut über meine Situation und nicht Neid gegen Johannes! Wenn ihr das nun vermehrt als *Neid gegen den Johannes* auslegt finde ich das sehr schade, weil es so nicht gemeint war. Desweiteren bin ich absolut dafür, dass eben auch Menschen die es sich nicht aus eigener Kraft leisten können *Teilhaben* und sogar darüberhinaus auch *Erschaffen* können-sollen-dürfen-müssen.
Nochmal ich sage nichts gegen den Johannes persönlich, auch nicht dagegen das es eine Lösung der untragbaren Finanzsituation geben muss, auch nicht gegen bGE – das sowieso nicht sondern nur gegen die Art & Weise wie es jetzt mit der Aktion gerade läuft, eben auch weil der Johannes da ja im Mainstream in einem besonderem Focus steht und damit die PIRATENPARTEI als Ganze. Nicht zu vergessen sind ja WIR es an der Basis die am Infostand oder im öffentlichen und privaten Umfeld der Menschen das erklären sollen/müssen und da kommt es ziemlich blöde rüber, entweder davon überhaupt nichts zu wissen-ganz peinlich- oder das mit einem *Ach der Johannes* oder *ach die da oben* oder sonstwie in der Art abzutun. Und so gesehen bin ich dann schon in gewisser Weise Piraten-*Mainstream*, da Basispirat.
Ich diskutiere da gerne mit euch, solange es ohne persönliche Beleidigungen oder unqualifizierte Trollsprüche geht, wie manche Dinge -bei denen wir uns in der Sache ansich ja einig sind- eben aus den unterschiedlichen Sichtweisen – Sichtrichtungen heraus unterschiedliche pro und kontra Argumente ergeben und manche noch so gut gemeinte Aktionen eine absolut gegenteilige Auswirkung oder andersweitig ungewohlte *Nebenwirkung* haben.
Keiner will das der Johannes verhungert und jeder möchte das ordentliche Arbeit auch ordentlich entlohnt wird *Arbeits soll sich wieder lohnen* (SORRY liebe Mitbewerber das ich das von euch geliehen habe).
sehr gute Überlegungen – siehe meinen obigen Beitrag – Aktionen dieser Art müssen politisch zu Ende gedacht werden, bes in Hinblick darauf, ob sie der Partei Segen spenden o Schaden zufügen.
Die Rücktrittsforderung ist übertrieben, der Grundinhalt passt in vielerlei Hinsicht.
Wenn Johannes Ponader durch seinen Posten zeitlich so gebunden ist, dass er seinen Lebensunterhalt nicht alleine bestreiten kann, dann sollte die Partei ihn bezahlen. Es müsste kein fürstliches Einkommen sein, er sollte aber davon leben (nicht existieren!) können, ohne sich ständig darum Gedanken machen zu müssen, wie er seine Miete zahlt oder seinen Kühlschrank am Leben erhält.
Das muss aber von der Partei in ihrer Gesamtheit getragen werden und nicht von einigen Freiwilligen.
Zum einen würde es ihn indirekt manipulierbar machen (“Deine Meinung gefällt mir gerade nicht, nächsten Monat spende ich mal nichts…”) und wäreauf der anderen Seite in meinen Augen ein Affront gegen andere aktive Piraten, die eventuell ebenfalls ALG-II beziehen, aber nicht in den Genuss von Spenden kommen, weil sie eben nicht im Vorstand sitzen.
Also setzt euch hin und denkt noch einmal darüber nach, ob ihr einen Vorstand wollt, in dem alle voll handlungsfähig sind oder ob ihr einen Vorstand wollt, der teilweise von Spenders Gnaden abhängt.
Findet eine Lösung, die bei ähnlichen, denkbaren Konstellationen nicht wieder für so ein Chaos sorgt, sondern wo von vorne herein klar definiert wird, ob Vorstandmitglieder bezahlt werden oder nicht. In letzterem Fall MUSS sich politisch dafür eingesetzt werden, dass der Staat zumindest für das Existenzminimum aufkommt.
Hier jetzt auf eine Einzelfall-Lösung zu setzen ist ungeschickt, weil ihr das Grundproblem damit nicht gelöst habt.
Insgesamt halte ich persönlich die Situation ohnehin für unglücklich gelöst.
Die Piraten hätten mit Johannes Ponader als Präzedenzfall die Möglichkeit gehabt zu klären, ob in Deutschland nur Menschen an politischen Veränderungen mitarbeiten können, die es sich leisten können. Stattdessen hat Ponader es vorgezogen, sich medienträchtig selbst abzumelden und damit die Chance einer Veränderung der politischen Gepflogenheiten weggeworfen.
Grüße aus der Eifel,
Farlion, kein Pirat
Du, wie auch einige andere Kommentatoren bringen es auf den Punkt. Einige Posten bei den Piraten sind nun mal mehr als ein Ganztags-Job und gehören bezahlt.
Da stellt sich natürlich die Frage wovon? Die Piratenpartei ist notorisch klamm. Da kommen einige Leute eben auf die Idee, den Johannes persönlich zu unterstützen. Was soll´s?
Bei einem Treffen der Sozialpiraten wurde zum Beispiel ein Becher in den Raum gestellt für Spenden. Damit auch die Teilnehmer, die wenig haben, sich den Workshop leisten können.
Ich kann mir weder vorstellen, dass einer der Spender mein Johannes damit gekauft zu haben, noch das Johannes sich kaufen lässt.
Bei seiner Abmeldung von der Arge hatte Johannes meiner Meinung nach eher das Interesse der Piratenpartei im Auge. Ich denke an diese Talkshow bei Lanz, als er genötigt wurde, endlich Hartz IV auszusprechen. Sein eigentlicher Job als politischer Sprecher ist dabei doch völlig untergegangen.
Just my 2 Cent
Hallo Marco,
dieser Beitrag ist eine Frechheit und eine Geringschätzung von alledem, was Johannes Ponader für diese Partei getan hat. Ich wünsche dir von ganzem Herzen einmal unter demselben zeitlichen, sozial-gesellschaftlichen und öffentlichen Druck zu stehen wie Johannes. Und du solltest dich eins fragen: Wie frustrierend muss es sein, so viel Arbeit in eine Organisation zu stecken, dafür nicht eine Münze in Aussicht zu haben und dann auch noch von den eigenen Parteimitgliedern wegen persönlicher Notstände angegriffen zu werden.
Die ganze Diskussion hat nichts mit einem Grundeinkommen zu tun! Es geht hier um die alte Frage, sollte unser Vorstand mit einem Arbeitsaufwand von 20-60h in der Woche bezahlt werden. Für mich ist die Antwort klar: JA, er sollte!
Aus deinem Artikel spricht die übliche Arroganz der Arbeitenden oder der Neid eines Arbeitssuchenden. Herzlichen Glückwunsch, du bist Mainstream!
Hallo Mario.
Bitte nicht an mich beschweren, ich habe diesen Text nicht verfasst!
Danke.
Gruß,
Marco
Nur als Einwand, der Text stammt von mir, Klischeepunk aka David Dorst, Marco hat den Artikel lediglich Online gestellt.
@Laserjunge,
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da du mich ja persönlich ansprichst (* der Neid eines Arbeitslosen*.. du hast dann meinen Text entweder nicht richtig gelesen oder nicht verstanden!?).
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Mein Kommentar hat absolut nichts mit *NEID* zu tun – woraus liest du das denn bitte?!?
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Auch kann ich deine restliche Kritik nicht erkennen – niemand greift hier den Johannes persönlich an – ich habs zumindest mehrfach AUSDRÜCKLICH hervorgehoben das ich es nicht tue- sondern die (ungelungene) Aktion und wie sie nun bereits in den Medien aufschlägt, und das war eine Steilvorlage für den 21. bei der Maischberger, das der Johannes da nun eigentlich gleich absagen kann ist klar – oder er macht sich so richtig stark für das was da denn auf ihn niedergehen wird – ja nicht nur auf IHN sondern auf die PIRATENPARTEI.
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Nochmals – NIEMAND neidet dem Johannes die Wurst auf dem Brötchen oder eine *Entlohnung* für seine viele und meist ja tolle Arbeit sondern es ist einfach eine Kritik an dieser Aktion die so wohl mehr als nur unglücklich ist – unglücklich für den Johannes, unglücklich für die PIRATEN.
Eigentlich hätten sie auch gleich einen screen der wiki-seite abdrucken können… die anderen Links poste ich nun nicht alle nur diesen als Beispiel.
http://www.bild.de/politik/inland/johannes-ponader/piraten-geschaeftsfuehrer-will-von-spenden-leben-25693786.bild.html
..und ergänzend – ich bin nicht arbeitslos (nur einkommenslos) – halt Freiberufler der aufgrund seines aktuellen Gesundheitszustandes *aufstocken* muss, da ich zZ keine Projekte übernehmen kann, auch nicht als Dozent, aber ich muss mich hier ja nicht rechtfertigen, es ist ja schon Schande genug, gleich beschimpft und als Mainstream betitelt zu werden – das ist eher die von dir erwähnte *Frechheit* Laserjunge, aber Schwamm drüber.
“Aus deinem Artikel spricht die übliche Arroganz der Arbeitenden oder der Neid eines Arbeitssuchenden. Herzlichen Glückwunsch, du bist Mainstream!”
Ich möchte hierzu nur auf das allen NIFT-Modellen zu Grunde liegendem Ursprungsmodell von Lady Juliet Rhys-Williams und Milton Friedman hinweisen :
http://www.flickr.com/photos/miltonbge/7788770964/in/photostream
bGE ist als GG-gebotener Familienausgleich nach der Formel
NIFT = bGE * (FamilienEinkommen/ProKopfEinkommen – Familienköpfe)
immer datenbasisfrei und damit markt- und haushaltsneutral finanzierbar, wenn der Transferpunkt Familienköpfe * ProKopfEinkommen ist. Dann ist nach C.F.Gauß die Summe aller Steuern immer 0, weil bei der Großfamilie Volk NIFT nach obiger Formel = 0 ist.
Zudem sind nach David Cantor dabei die AG-Sozialabgaben die gemeinsame Schnittmenge zwischen bGE und den Einkommenstransfers bei Öffentlichem Dienst, Renten und ALG 1. Diese Empfänger bekommen bGE aus der wertschöpfenden Wirtschaft als halbes Einkommen, die Erwerbstätigen bekommen dadurch im bGE Mehrwertsteuer für den Öffentlichen Dienst und SV-Beiträge für RV und AV.
Es gilt also : Einkommen -> NIFT -> bGE -> MwSt., RV/AV-Beiträge -> ÖD, RV, AV
Bei SGE ist die Kette umgekehrt, erst Beiträge, dann NIFT, dann bGE.
Es wird dringend Zeit, dass sich Sozialstaat 3 und SGE auf ein einfaches datenbasisfreies Modell einigen, man kann Finanzierungsrechnungen nicht erfolgreich auf jährlich neuen Haushaltsberatungen aufbauen.
Die NIFT-Formel ist markt- und haushaltsneutral, nur abhängig von realem ProKopfEinkommen und realem bGE, beides nach Marktpreisen.
bGE ist also zum 1.1.2015 einfach einführbar. Es ist der GG-gebotene Familienausgleich, kostet volkswirtschaflich gar nichts und ist markt-, haushalts- und sozialsystemneutral. bGE ist im SGB schlicht und einfach anrechenbares Netto bzw. bei zu versteuernden Renten rückerstatteter Freibetrag.
Ein Single mit 2,5 ProKopfEinkommen gibt 1,5 bGE an eine 4köpfige Familie mit gleichem Einkommen ab. Das ist alles.
Zur Zeit sind die Piraten eine Braut, die sich nicht traut – was bGE betrifft.
Ich halte Johannes Ponader ebenfalls mir ungeeignet noch länger ein Vorstandsamt innerhalb der Piratenpartei glaubwürdig und produktiv auszufüllen.
Man muss sich einmal die negative Wirkung für andere Vorstandsmitglieder vor Augen halten, die keine Spendenlobby haben und “nebenher” in Vollzeit einem Beruf nachgehen und/oder deshalb auch auf Teile(!) ihres Einkommens verzichten müssen.
Und da kommt jemand her, der es sich einfach macht und alle anderen Vorstände hintergeht nur um sein eigenes Girokonto abzusichern.
Wie kommt Johannes Ponader auf die Idee, dass er eine privilegierte Stellung innerhalb des Vorstands einnehmen darf und sich diese “Spendenkasse” zuerst für sich reklamiert?
Wenn wir, wegen des Arbeitsaufwandes eines BuVo, davon ausgehen, dass wir zwangsläufig eine monetäre Entschädigung für den mittlerweile massiven Zeiteinsatz zahlen, dann muss dies für alle Vorstandsmitglieder gleichwertig angeboten werden, möglicherweise für den Vorsitzenden in einer höheren Summe als für Beisitzer: Detailfrage…
Trotzdem: Alle oder keiner.
Johannes Ponader hat hier das Solidaritätsprinzip verletzt und weiterhin sein “Primärthema” BGE medial gepusht. Auch das ist mit einer geforderten Neutralität eines BuVo nicht vereinbar.
Und wenn wir dabei sind: Die Auftritte von Ponader mit einem BGE-Lobbyisten [1], der von einer jüdischen Weltverschwörung ausgeht und Hitler für einen “großen Hecht” hält[2] oder seine Äusserungen um die braunesoterische, antisemitische “Germanische Neue Medizin” zu relativieren[3] (in Zusammenhang mit dem Berliner “EsoGate”) sind ein weiterer Grund warum auch ich fordere:
Johannes Ponader muss unverzüglich von seinem Vorstandsamt zurücktreten!
[1] http://www.youtube.com/watch?v=6Iet8IKTP0c
[2] http://reflexion-blog.com/?p=2210
[3] http://www.johannesponader.de/drupal/acquia-drupal-1.2.33/node/12